Granittrail. Der erste Streich.

Die erste Etappe ist geschafft! 

Ein aufregendes Wochenende liegt hinter mir. Wir haben letzten Samstag wieder mal was von unserer „Sport-Ausflugs-To-Do-Liste“ erledigt und sind mit unseren Mountainbikes die erste Etappe des Granittrails gefahren.

Dazu sind wir schon Freitag Nachmittag von Wien nach Gmünd gereist und weil wir mit dem Buchen der Unterkunft etwas spät dran waren, haben wir in České Velenice im Admiral Casino und Hotel geschlafen. Und ich muss sagen, das war eine hervorragende Wahl. Das Personal war sehr freundlich, das Zimmer sauber und für unsere Zwecke – also fix und fertig ins Bett und sofort in den Tiefschlaf fallen – hat es hervorragend gepasst. So konnten wir am Samstag direkt von unserem Quartier aus mit den Bikes losstarten.

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Granittrail. Per Fahrrad von Gmünd nach Persenbeug
Der Granittrail ist eine 153 Kilometer lange Mountainbike-Strecke, die quer durch das Waldviertel – beginnend an der tschechischen Grenze in Gmünd bis zur Donau nach Persenbeug – verläuft. Die insgesamt 3.020 Höhenmeter werden größtenteils auf einsamen Schotter-, Wald- und Wanderwegen absolviert. So kann man die wunderbare Natur genießen. Die gesamte Strecke ist in drei Teil-Etappen unterteilt. Auf der Waldviertel Website findet ihr die genauen Details zu jeder Etappe. Dort könnt ihr auch die einzelnen Etappeninfos als PDF, GPX oder KML Datei zur weiteren Verwendung in diversen Apps runterladen.

Los geht’s! Sattelt die Pferde, wir reiten davon!
Der erste Weg führte uns zuerst mal über die Grenze nach Gmünd und durch den ganzen Ort bis zum Bahnhof, denn genau dort startet die erste Etappe des Granittrails.

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Auf der ersten Etappe fährt man auf insgesamt 58,80 km Länge 892 Hm bergauf und 705 Hm bergab. Die Strecke ist wirklich gut beschildert und wir haben den Weg auch ohne Navi oder Smartphone sehr gut gefunden. Zu Beginn fährt man ein paar Kilometer durch Siedlungen und Dörfer auf einer Landstraße. In Eichberg hat uns dann ein Einheimischer gerettet und uns den richtigen Weg gezeigt, da wir keine Markierung finden konnten. Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir uns nicht ganz sicher waren, ob wir tatsächlich am richtigen Weg sind. Der „richtige „Weg“ führte nämlich auf einer Wiese zwischen zwei Einfamilienhäusern ziemlich steil zu einer Zugtrasse – die man eigentlich laut Warnschild nicht überqueren hätte dürfen – zu einem Wald. Dort haben wir über einen kleinen Umweg – ja das Fahrrad kann man auch mal quer durch den Wald tragen – wieder die beschilderte Strecke gefunden. Von dort an waren jegliche Abzweigungen wieder perfekt beschriftet.

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Nach knapp 60 Kilometern Biketour durch Kartoffel- und Getreidefelder sowie über Stock und Stein auf den unterschiedlichsten Schotter- und Wanderwegen sind wir nach sieben Stunden ziemlich erschöpft in Groß Gerungs angekommen.

Als Belohnung gab es erstmal was gscheites zu Trinken – zwecks Elektrolyte und so.

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Retour mit der Waldviertelbahn samt Dampflokomotive
Am Abend ging es mit der Waldviertelbahn samt Dampflokomotive zurück nach Gmünd. Ein geniales und entschleunigendes Erlebnis nach einer anstrengenden Radtour. Die Dampflok samt Zuggarnitur ist wunderschön und man fühlt sich sofort nach dem Einsteigen in eine andere Zeit versetzt. Das Rattern im Takt der Schienen, der Geruch des Dampfs, ein leichter Windzug und das Pfeifen der Lokomotive – einfach ein Traum.

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Nach insgesamt 1,5 Stunden Fahrtzeit sind wir gut erholt wieder in Gmünd angekommen. Jetzt hieß es nur mehr zurück ins Quartier, ab unter die Dusche und los zum Abendessen. Und danach? Ins Bett fallen und gaaaaaanz lang schlafen! Das hab ich mir verdient.

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Alles Liebe,
Lisa